Presseinformationen

ELSA-Deutschland e.V. ist die nationale Organisation der European Law Students’ Association (ELSA) – der weltweit größten unabhängigen Vereinigung von Jurastudent:innen und jungen Jurist:innen. Als Dachverband koordiniert ELSA-Deutschland e.V. die Aktivitäten der 43 Fakultätsgruppen an deutschen Universitäten mit über 13.500 Mitgliedern.

ELSA steht für die Förderung des juristischen, interkulturellen und persönlichen Austauschs zwischen Studierenden in Europa. Seit der Gründung von ELSA im Jahr 1981 verfolgt das Netzwerk das Ziel, jungen Jurist:innen eine Plattform zu bieten, um sich fachlich weiterzuentwickeln, praktische Erfahrungen zu sammeln und internationale Kontakte zu knüpfen.

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit von ELSA ist die parteipolitische und weltanschauliche Neutralität. ELSA ist parteipolitisch unabhängig und bekennt sich zu den Grundwerten von Menschenwürde, kultureller Vielfalt und gegenseitigem Respekt. Dies spiegelt sich auch in unserer Vision “A just world in which there is respect for human dignity and cultural diversity.“ wieder, welche das Fundament für all unsere Veranstaltungen und Handlungen bildet.  Das Netzwerk versteht sich als Forum des rechtlichen Austauschs und der Bildung – offen für alle, die sich mit rechtlichen, gesellschaftlichen und internationalen Fragestellungen auseinandersetzen möchten.

 

Ansprechpartner

Nathalie Ankenbrand
Bundesvorständin für Marketing

Pia Hellwage

Director for Public Relations

Das Projektportfolio

Moot Courts

EDMC 

Der ELSA Deutschland Moot Court (EDMC) ist der größte bundesweite Moot Court im Zivilrecht. Seit 1994 findet der EDMC bereits statt und kann damit schon auf eine große Tradition zurückblicken. Der EDMC wird jährlich über drei Runden ausgetragen – Lokalentscheide, Nationalentscheid und Bundesentscheid.

Die Lokalentscheide werden jährlich von den Fakultätsgruppen an ihrer jeweiligen Universität organisiert und finden im Wintersemester, also meist zwischen Oktober und März eines jeden Jahres statt. Der Nationalentscheid findet dann meist im Mai des nächsten Jahres statt. Hier treten alle Gewinnerteams der verschiedenen Lokalentscheide gegeneinander an. Für die zwei besten Teams geht es in der letzten Runde zum Bundesentscheid in die ehrwürdigen Räumlichkeiten des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe. Die Verhandlung wir dabei von echten Bundesrichter:innen und Anwält:innen am Bundesgerichtshof geleitet.

Im Gegensatz zu vielen anderen bekannten Moot Courts findet der EDMC auf Deutsch statt. Zudem wird ausschließlich deutsches Zivil- und Zivilprozessrecht behandelt, weshalb der EDMC auch schon für Zweit- und Drittsemester geeignet ist.

Ein weiterer Vorteil des EDMCs ist, dass man sich kein ganzes Semester für die Teilnahme frei nehmen muss. Die verschiedenen Runden verteilen sich über ein Jahr und nehmen in der jeweiligen Vorbereitung auf eine Runde nur wenige Wochen Vorbereitungszeit in Anspruch.

Teilnehmende können bereits während dem Studium eine Reihe von praktischen Erfahrungen wie das Verfassen von Schriftsätzen, den Ablauf zivilrechtlicher Verhandlungen und Teamarbeit sammeln.

EDVMC

Seit 2017 findet der ELSA Deutschland Verwaltungsrechts Moot Court (EDVMC) statt. Als fiktive Prozessbeteiligte haben Studierende in Zweierteams die Möglichkeit, eine simulierte Gerichtsverhandlung im Verwaltungsrecht zu erleben und so einen praktischen Einblick in dieses Berufsfeld zu erlangen.

Der EDVMC beginnt mit einer Schriftsatzphase, in der die Teams jeweils einen Klageschriftsatz und eine Klageerwiderung zum Schriftsatz eines anderen Teams verfassen. Zusammen mit DOMBERT Rechtsanwälte in Potsdam findet ein Pre-Moot statt, um den Teams vor Verkündung der Finalteilnehmer die Chance auf eine mündliche Verhandlung zu garantieren.

Die vier punktbesten Teams erhalten sodann die einmalige Möglichkeit, den Fall vor echten Richter:innen an einem deutschen Verwaltungsgericht – im Wechsel zwischen OVG’s und BVerwG – zu verhandeln.

Competitions

WIC

Bei der Witness Interviewing Competition handelt es sich um einen akademischen Wettbewerb, der eine Zeug:innenbefragung in deutscher Sprache simuliert.

Im Fokus steht hierbei der Umgang mit dem:der Zeug:in, ebenso wie die zielbewusste Gesprächsführung und die Teamarbeit mit dem:der Partner:in, um möglichst viele hilfreiche Informationen herauszufinden.

Die Teilnehmer:innen werden anhand verschiedener Kriterien bewertet. Dazu gehören sicheres Auftreten, Zusammenarbeit im Team und die Fähigkeit der Studierenden, ein professionelles Verhältnis zu dem:der Zeug:in aufzubauen sowie die Selbstanalysefähigkeiten der Teilnehmer:innen.

Die Witness Interviewing Competition fand 2021 erstmalig auf nationaler Ebene statt und wird in den kommenden Jahren im deutschlandweiten Netzwerk auch auf lokaler Ebene etabliert.

ENC

Bei der ELSA Negotiation Competition handelt es sich um die Simulation einer Verhandlung zweier Vertragsparteien in englischer Sprache. Bei dem Wettbewerb treten Teams von zwei Studierenden als Vertreter:innen eines Mandanten gegeneinander an. Ziel der Competition ist das Erlernen und Vertiefen von Verhandlungsfähigkeiten sowie die Förderung von Interesse an rechtlichen Verhandlungen. Die Teilnehmer:innen werden anhand verschiedener Kriterien bewertet. Dazu gehören sicheres Auftreten, Zusammenarbeit im Team, die Verhandlungsstrategie und der Umgang mit der gegnerischen Partei sowie die Selbstanalysefähigkeiten der Teilnehmer:innen.

Bei der ELSA Negotiation Competition handelt es sich um einen dreistufigen Wettbewerb – von lokalen Vorrunden über das nationale Finale bis hin zum internationalen Finale der International Negotiation Competition, das von der American Bar Association ausgerichtet wird.

CIC

Die Client-Interviewing-Competition ist ein akademischer Wettbewerb, bei dem ein Team von zwei Student:innen in einem simulierten Gespräch mit Mandant:innen die Rolle von Anwält:innen einnimmt.

Im Fokus stehen der Umgang mit dem:der Mandant:in, ebenso wie auch die zielbewusste Gesprächsführung und die Teamarbeit mit dem:der Partner:in. Bewertet wird die Fähigkeit der Student:innen, ein professionelles Verhältnis zu den Mandant:innen aufzubauen, die relevanten Informationen zu erörtern und in dem Gespräch einen intensiven Austausch mit ihrem Gegenüber zu entwickeln. Der juristische Rat stellt dabei nur einen Teilaspekt dar.

Die Client-Interviewing-Competition wird im deutschlandweiten Netzwerk von der lokalen Ebene über das nationale Finale bis zum internationalen Finale der „Louis M. Brown and Forest S. Mosten International Client-Consultation Competition“ durchgeführt.

Traineeships

Bei den ELSA Traineeships handelt es sich um Auslandspraktika, welche durch ELSA vermittelt werden. Dadurch wird ELSA-Mitgliedern die Möglichkeit eröffnet, grenzübergreifend praktische Erfahrungen zu sammeln, fremde Kulturen kennenzulernen und einen Blick über den juristischen Tellerrand zu wagen.

ELSA-Traineeships-Praktika können in allen rechtsbezogenen Bereichen absolviert werden: Kanzleien, Gerichte, öffentliche Einrichtungen, Behörden, Banken, Rechtsabteilungen, Beratungsunternehmen oder internationale Organisationen. Zweimal pro Jahr werden die ELSA-Traineeships-Praktika ausgeschrieben. Bewerben kann man sich pro Bewerbungsphase auf bis zu drei unterschiedliche Stellen. Die Dauer der Praktika beträgt zwischen zwei Wochen und zwei Jahren.

ELSA unterstützt die Praktikant:innen bei der Vorbereitung des Praktikums, z. B. bei der Wohnungssuche oder den notwendigen Formalien.

L@W-Events

Die Bezeichnung L@W-Event ist eine Abkürzung und steht für „Lawyers at Work“-Events. Bei dieser Art von Veranstaltung geht es darum, Student:innen einen Einblick in die juristische Praxis zu ermöglichen, indem sie die tägliche Arbeit von Jurist:innen kennenlernen. Darunter lassen sich verschiedenste Berufsbilder und Rechtsgebiete fassen.

L@W-Events finden häufig als Besuch von Kanzleien oder der Rechtsabteilung von Banken und Unternehmen statt. Um die Events akademisch zu gestalten, werden Workshops, eine Fallstudie, ein Fachvortrag oder Ähnliches zu einem bestimmten Rechtsgebiet angeboten. In der Regel sind dafür keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich. Im Anschluss daran besteht meist die Möglichkeit, die Anwält:innen der Kanzlei bei einem lockeren Get-Together im persönlichen Gespräch kennenzulernen.

ELSA Law Schools

Bei einer ELSA Law School bekommen die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, eine Woche in einem anderen Land in ein Rechtsgebiet einzutauchen. Die ELSA Law Schools finden meist in Form von Vorträgen statt, aber auch interaktive Sessions sind sehr beliebt. Eine Law School bietet neben dem umfassenden akademischen Programm auch ein soziales und kulturelles Rahmenprogramm an, um so die meist 30 bis 50 Teilnehmer aus ganz Europa besser miteinander und mit dem Gastland vertraut zu machen.

In den Sommermonaten sowie neuerdings auch in den Wintermonaten finden international regelmäßig viele verschiedene ELSA Law Schools jeweils im Summer-Cycle oder Winter-Cycle statt.

ELSA Delegations

Im Jahr 1994 erhielt ELSA den Konsultativstatus der Kategorie C bei der UNESCO, 1997 erhielt ELSA den besonderen Konsultativstatus beim ECOSOC der Vereinten Nationen und im Jahr 2000 den Teilnehmerstatus beim Europarat. Diese Beziehungen bieten die Plattform für die Beteiligung von Jurastudent:innen an internationalen Entscheidungen.

Auf dieser Grundlage sollen die Delegationsteilnehmer:innen ELSA auf professionelle Art bei dem Gremium vertreten. Die Teilnehmer:innen nehmen dafür an den Treffen des Gremiums sowie ggf. an parallelen Veranstaltungen („Side Events“) teil und beschäftigen sich mit den relevanten Materialien. Nach der Sitzung gibt die Delegation einen Bericht an ELSA International ab, der dann dem gesamten Netzwerk zur Verfügung gestellt wird. Weiterhin geben die Delegationsteilnehmer:innen auf Anfrage Präsentationen in ihrem Heimatland.

In dem Abstand von zwei Monaten werden ELSA-Delegationen zur Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), zur Kommission der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht (UNCITRAL), zum Büro der Vereinten Nationen zur Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), zur Konferenz der Vereinten Nationen zu Handel und Entwicklung (UNCTAD), zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) oder zum Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) ausgeschrieben.

Institutional und Study Visits

Ein Study- oder Institutional-Visit ist eine organisierte Reise oder ein Besuch, bei dem Student:innen eine Institution, eine Organisation oder ein Unternehmen besuchen, um praktische Einblicke in bestimmte Themen oder Bereiche zu erhalten. Während eines Study-Visits haben die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, sich mit Fachleuten auszutauschen, Vorträge zu hören und die Arbeitsweise der besuchten Einrichtung kennenzulernen. Diese Besuche fördern das Verständnis für die Praxis und die Anwendung von theoretischem Wissen.

Menschenrechte

Zu unserem Engagement gehört es, die Auseinandersetzung mit und den Austausch über aktuelle Menschenrechtsthemen sowie die Internationalen Tage der UN, die auf Arbeitsschwerpunkte und wichtige geschichtliche Ereignisse der Staatengemeinschaft aufmerksam machen, anzuregen.

Das ELSA-Netzwerk bleibt in der Auseinandersetzung mit diesen Themen stets parteipolitisch neutral und unabhängig. Ziel ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, die zukünftige Generation von Jurist:innen darauf vorzubereiten, sich später eigenständig und fundiert mit diesen Themen auseinanderzusetzen, sich eine Meinung zu bilden und diese unabhängig davon, in welchem Bereich sie einmal wirken, im Lichte der Menschenrechte und der Implementierung dieser zu vertreten.

Ziele
  • Förderung des interdisziplinären und internationalen Verständnisses von Recht.
  • Unterstützung der persönlichen und beruflichen Entwicklung von Jurastudent:innen.
  • Stärkung des Netzwerks von Jurastudent:innen in Deutschland und Europa.

Neuigkeiten von ELSA Deutschland

Jahresbericht 2023/24

Wir freuen uns sehr, bekanntzugeben, dass der Jahresbericht von ELSA-Deutschland e.V. des Amtsjahres 2023/24 ab jetzt abrufbar ist!  Über den Jahresbericht informieren sich Jurastudent:innen, Rechtsreferendar:innen und junge Jurist:innen über ELSA an ihrer Universität, die programmatischen Tätigkeiten und Neuigkeiten rund um das deutsche...

II. Edition der ELSA Deutschland Awards

II. Edition der ELSA Deutschland Awards Nach der erstmaligen Verleihung im letzten Jahr, freuen wir uns in diesem Jahr über die Rückkehr der ELSA Deutschland Awards in ihrer II. Edition. Die Verleihung fand dieses Mal auf der LXXV. Generalversammlung in Passau statt. Durch die Awards sollen die besonders hart arbeitenden und engagierten...

I. Edition der ELSA Deutschland Awards

I. Edition der ELSA Deutschland Awards Wir freuen uns dieses Jahr auf der LXXIII. Generalversammlung in Heidelberg erstmalig die ELSA Deutschland Awards verleihen zu dürfen! Durch diese Awards sollen die hart arbeitenden und besonders engagierten Fakultätsgruppen und Einzelpersonen unseres deutschen ELSA-Netzwerks gewürdigt werden. Die...

Jahresbericht 2021/22

Der Jahresbericht des Amtsjahres 2021/2022 ist veröffentlicht und kann nun heruntergeladen werden. Wir möchten uns bei Katharina Farber, Laetitia Berthold und Lena Dimmling bedanken!

LEGAL RESEARCH GROUP

Wie viel Unmittelbarkeit braucht unser Strafrecht? Möglichkeiten und Grenzen von Beweistransfers Kooperation mit dem Deutschen Juristentag e.V.  Bewirb Dich bis zum Sonntag, den 15.05.2022! Was ist der Deutsche Juristentag e.V.? Der Deutsche Juristentag (djt) ist ein Verein, der seit der Gründung im Jahre 1860 - seit 60 Jahren im...

Jahresbericht 2020/2021

Der Jahresbericht des Amtsjahres 2020/2021 ist veröffentlicht und kann nun heruntergeladen werden. Wir möchten uns bei Sophie Wilson, Lenard Möller und Jonah Blumenberg bedanken!